Burg Limperich

Die Burg Limperich und die Interessengemeinschaft Bonner Funkamateure zur Förderung der Völkerverständigung und internationalen Gesinnung e. V. (IGBF) – ein bewährtes Gespann seit fast 50 Jahren

Seit 1964 nutzen die Bonner Funkamateure der IGBF die Liegenschaft „Burg Limperich“ als Clubheim zur Ausübung des Amateurfunks. Sie dient als Stätte der Jugendarbeit, der Zusammenkünfte und der Feste. Sie ermöglicht nicht nur die Ausübung des Amateurfunks sondern ist sozialer Kristallisationspunkt, fördert das Wir-Gefühl und den Willen, auch etwas für andere zu leisten. Sie zu erhalten ist eine Dauerpflicht.

Auf Anregung der IGBF e. V. wurde die Liegenschaft Burg Limperich 1987 in die Denkmalliste der Stadt Bonn eingetragen (Amtsblatt der Stadt Bonn vom 30.Januar  1988). Der Denkmalschutz bezieht sich auf das gesamte Gebäude einschließlich des Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Anbaus. Die Burg Limperich aus dem 11./12. Jahrhundert gehört zu den ältesten Burganlagen der Region. (Einzelheiten s. http://de.wikipedia.org/wiki/Limperich)

Seit der Anmietung der Burg im Jahre 1964 und noch vor der Aufnahme der Liegenschaft in die Denkmalliste haben sich die Bonner Funkamateure intensiv um die Erhaltung und Pflege des Gebäudes und der Liegenschaft insgesamt bemüht. Die Burg wurde in einem Zustand des Verfalls übernommen und durch erhebliche Eigenleistungen und finanziellen Einsatz in einen nutzbaren Zustand versetzt.

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Ab 1999 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten an Fassade und Dach sowie im Inneren des Gebäudes durchgeführt. Die Investitionen ohne Eigenleistungen beliefen sich auf umgerechnet ca. 46.000,00 €.

Die Fassade des Anbaus wurde in den Jahren 2001/2002 in Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalbehörde durch einen besonders sachkundigen Maurermeister nach historischen Rezepturen in monatelanger Arbeit restauriert. Kosten ca. 60 000,00 DM(zusammen mit Dacherneuerung, Anschluss an Kanalisation und anderen kleineren Maßnahmen ca. 90.000,00 DM).

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Die Burg während und nach der Renovierung

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Bild oben: Im Zuge der Sanierung wurden auch die Fensterläden in Eigenbarbeit erneuert.

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Bild oben: 2008 renovierten die Mitglieder in Eigenarbeit mehrere Räume im Inneren der Burg (Gesellschaftsraum, Bar, sanitäre Anlagen und Flur).

Für weitere denkmalpflegerische Maßnahmen liegt ein durch eine Bauvoranfrage konkretisiertes Konzept vor. In Aussicht genommen sind die Konservierung der historischen Bruchsteinmauern sowie die Wiederherstellung des Wohnturms. .

Dem Bauordnungsamt der Stadt Bonn wurde im Rahmen der Bauvoranfrage der IGBF folgende Skizze zur möglichen späteren Ausgestaltung der Burgruine übergeben. Damit ist keine endgültige Festlegung verbunden . Alle Projekte sollen in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde verwirklicht werden unter der Voraussetzung, dass das angestrebte Erbpachtverhältnis mit der Stadt Bonn vereinbart wird.

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Mit Ausnahme einer Zuwendung der Unteren Denkmalsbehörde in Höhe von 7000,00 DM im Jahre 2001 wurden und werden auch in Zukunft keine städtischen Finanzen für die Erhaltung und Pflege der Burg in Anspruch genommen.

Auch wenn die Nutzung der Burg zur Ausübung der Amateurfunkaktivitäten im Vordergrund steht, darf die IGBF für sich in Anspruch nehmen, dass sie entsprechend dem Denkmalschutzgesetz alles daran gesetzt hat, „…das Denkmal zu schützen, zu pflegen, und sinnvoll zu nutzen ….“.

Über diese Pflichten hinaus wurde der Zustand des Denkmals durch die Investitionen und Eigenleistungen der IGBF erheblich verbessert.

In den vergangenen fast fünfzig Jahren, in denen die Funkamateure Besitzer der Liegenschaft Burg Limperich waren, hat sich eine für alle Seiten vorteilhafte Symbiose zwischen der Nutzung der Burg als Zentrum für Amateurfunkaktivitäten und der Pflege der Liegenschaft als Baudenkmal entwickelt. Die IGBF hat stets daran festgehalten, dass Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung an den wöchentlichen Vereinsabenden und auch bei anderen Anlässen willkommen sind. Für Verbesserungen im Hinblick auf die Zugänglichkeit ist die IGBF auch weiterhin offen.

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Außenarbeiten 2018

Sanierung des Balkons am Erker der Burg Limperich

Der Balkon am Erker der Burg Limperich hat im Laufe der Jahre sein Ansehen verloren. Schwarze Flecke deuteten auf Schimmel hin. Es wurde Zeit etwas zu unternehmen. Nach Rücksprache mit der Denkmalbehörde der Stadt Bonn  wurden mehrere Fachbetriebe   für ein Sanierungsangebot angeschrieben. Es konnte ein Betrieb gefunden werden, der mit  Arbeiten an einem Denkmal vertraut ist. In der 27. KW wurde dann der Balkon der Burg fachmännisch entschimmelt, mit einem neuen Schutzanstrich versehen und Endgestrichen. Jetzt strahlt der Erker wieder.

Quelle: Holger Adler